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t-online sicheres IMAP Konto im iPhone

t-online sicheres POP3 Konto im iPhone

iPhone, uPhone, SmartPhones sind für Alle da

150.000 Apps und kein Ende in Sicht

100 iPhone Apps im Test


t-online sicheres IMAP Konto im iPhone

Das Einrichten von E-Mail Postfächern (Accounts) auf dem iPhone bedarf normalerweise keiner weiteren Erklärung - es funktioniert einfach und problemlos.

Ein IMAP-Konto von t-online einzurichten kann einem allerdings graue Haare wachsen lassen. Erst mehrere Anrufe bei der Technik-Hotline von t-online und Recherchen im Internet, welche IMAP Server Adressen benötigt werden, und ob Datenverschlüsselung unterstützt wird, etc., haben den gewünschten Erfolg gebracht. Vielen Dank von hier aus an alle, die geholfen haben.

Wenn man sein E-Mail Konto von mehreren Rechnern aus abfragen möchte, z.B. vom Mac zu Hause und vom iPhone unterwegs, sollte man auf beiden das E-Mail Postfach als IMAP-Konto abfragen. IMAP-Zugriff belässt die E-Mails auf dem Server (also z.B. bei t-online), so dass der Mac zu Hause und das iPhone jeweils die gleichen E-Mails anzeigen können, da sie beide auf die gleichen Empfangs-, Versand- und sonstigen Ordner auf dem t-online Server zugreifen. Im Gegensatz dazu lädt POP-Zugriff Kopien der E-Mails von den Server-Ordnern lokal auf den Mac und auf das iPhone, die ab dann vom Mac und vom iPhone selbstständig weiter verwaltet werden, was schon nach kurzer Zeit zu unterschiedlichen E-Mail Listen führen wird.

IMAP hat weiterhin den Vorteil, dass nur kleine Teile der E-Mail über das Internet geladen werden können, z.B. nur die Betreff-Zeile, was zu geringeren Übertragungskosten bzw. besserem Ausnutzen des verfügbaren Datenkontingents beim iPhone führen kann.

Zusätzlich sollten E-Mails über eine verschlüsselte Verbindung (SSL) sicher übertragen werden.

t-online bietet die IMAP Möglichkeit in einigen Verträgen automatisch an (z.B. Call and Surf Comfort Plus). In anderen Verträgen muss IMAP zusätzlich im "E-Mail Paket" dazu gebucht werden. Am besten beim t-online Kundenservice nachfragen.

In jedem Fall muss das "E-Mail Paket" im eigenen t-online Kundenbereich aktiviert werden, damit IMAP funktioniert!
Weiterhin muss dort selbstverständlich eine E-Mail Adresse eingetragen und ein E-Mail Kennwort vergeben werden.

Als erstes sollte das IMAP-Konto auf dem Mac eingerichtet werden, z.B. in Apple Mail.

Sagen wir, unsere E-Mail Adresse lautet "meine-email-adresse@t-online.de" und unser Kennwort ist "xyz".

Der Server für eingehende E-Mails über eine verschlüsselte Verbindung ist im Falle von IMAP "secureimap.t-online.de". Der Benutzername ist in diesem Beispiel "meine-email-adresse@t-online.de", das zugehörige Kennwort "xyz", der IMAP-Pfad-Präfix ist "INBOX", der Port ist 993, SSL ist aktiviert, die Identifizierung erfolgt über "Kennwort".



(Screenshot "Account-Informationen")



(Screenshot "Erweitert")

Der Server für ausgehende E-Mails über verschlüsselte Verbindung ist "securesmtp.t-online.de". Es werden Standard-Ports verwendet (25, 465, 587), SSL ist aktiviert, die Identifizierung erfolgt über "Kennwort", der Benutzername ist in diesem Beispiel "meine-email-adresse@t-online.de", das zugehörige Kennwort "xyz".



(Screenshot "Server Liste bearbeiten")

So, damit sollte der E-Mail Empfang und Versand auf dem Mac zu Hause funktionieren. Ich schicke mir zu Kontrolle selbst eine E-Mail, also an "meine-email-adresse@t-online.de". Diese sollte nach kurzer Zeit im Empfangsordner erscheinen.

Jetzt wird im Prinzip das Gleiche noch mal auf dem iPhone konfiguriert.

Leider wird beim Einrichten des t-online Postfaches "meine-email-adresse@t-online.de" mittels "Weiteren" Account hinzufügen nach der Eingabe von Name, Adresse und Kennwort automatisch ein POP3-Konto angelegt und man hat nicht - wie bei anderen Providern - die Alternative IMAP auszuwählen. Ob das an t-online oder am iPhone liegt, sei dahingestellt - es ist eben so.



(Screenshot "Keine IMAP Auswahl")

Ändern kann man dieses Verhalten durch einen Trick.

Wenn man ein falsches Kennwort einträgt, wird das Postfach nicht angelegt, man wird aufgefordert das Kennwort zu korrigieren und hat nun auch die Möglichkeit IMAP anstelle von POP3 manuell auszuwählen. Die weiteren Einstellungen erfolgen anschließend genauso wie auf dem Mac.





(Screenshot "Mail Account Einstellungen")



(Screenshot "Mail Account erweiterte Einstellungen für IMAP Server")



(Screenshot "Mail Account erweiterte Einstellungen für smtp Server")

Auf dem iPhone und dem Mac sollte man nun jeweils die gleichen E-Mails sehen.

Stand April 2009. Verwendet wurde iPhone 3G Firmware 2.2.1 (5H11).
Fragen, Ideen und Änderungswünsche bitte an "info@ugsoft.de".


t-online sicheres POP3 Konto im iPhone

Das Einrichten von POP3 E-Mail Postfächern (Accounts) von t-online auf dem iPhone funktioniert einfach und problemlos. Die t-online Serveradressen müssen bekannt sein, um verschlüsselte E-Mail Kommunikation durchzuführen. Das Einrichten der Accounts erfolgt im Prinzip wie unter "t-online sicheres IMAP Konto im iPhone" beschrieben. Bitte dort nachlesen und die unten angegebenen POP3 Serveradressen anstatt der IMAP Serveradressen verwenden.

Der Server für eingehende E-Mails über eine verschlüsselte Verbindung ist im Falle von POP3 "securepop.t-online.de". Der Benutzername ist in diesem Beispiel "meine-email-adresse", das zugehörige Kennwort "xyz", der Port ist 995, SSL ist aktiviert, die Identifizierung erfolgt über "Kennwort".

Der Server für ausgehende E-Mails über verschlüsselte Verbindung ist "securesmtp.t-online.de" (also genauso, wie im IMAP Account). Es werden Standard-Ports verwendet (25, 465, 587), SSL ist aktiviert, die Identifizierung erfolgt über "Kennwort", der Benutzername ist in diesem Beispiel "meine-email-adresse@t-online.de", das zugehörige Kennwort "xyz".


iPhone, uPhone, SmartPhones sind für Alle da

Nach knapp 2 Jahren sollte es genügend Programme für das iPhone geben, um es zusätzlich zum Telefonieren als Kommunikationszentrale und als Nachschlagewerk immer dabei haben zu können - dachte ich. Immerhin wirbt Apple ja mit mehr als 20.000 Progrämmchen im AppStore. Update im Juli 2009: Es gibt zwei Monate später bereits über 50.000 Progrämmchen! Einschlägige Zeitschriften berichten Wunder, die Nutzer sind begeistert. Andere Hersteller versuchen eifrig das Konzept des iPhone zu kopieren.

Also los zum nächsten T-Punkt und her mit dem kleinsten Apfel zusammen mit dem kleinsten Tarif. Nach einer Stunde zu Hause, Telefonkarte rein gesteckt, iPhone an den Mac angeschlossen und im automatisch geöffneten iTunes das Gerät registrieren, erstes Telefonat führen und die bereits vorinstallierten Standardprogramme ausprobieren. Alles kein Problem. Klappt prima. Der erste Eindruck - geiles Gerät, geile Software, gute Entscheidung.

Die erste Ernüchterung lässt nicht lange auf sich warten. Schon mal versucht aus mehr als 50.000 Programmen die für die eigenen Ansprüche und Erwartungen geeigneten Anwendungen zu finden. Die Anzahl von Programmen für den Mac ist dazu vergleichsweise übersichtlich, setzt aber auch schon genaue Vorstellungen darüber voraus, was man denn mit dem Rechner überhaupt machen will.

Da weiß ich immerhin schon genau, was ich mit dem iPhone machen können will. Für den Anfang erst mal ein zwei Hörbücher in eBooks, die weitere Bücher anbieten können, gute Navigationshilfe für Fußgänger und Radfahrer, Vogelstimmen bestimmen mit Bildern, alle meine E-Mail Accounts, geschäftliche und private, möglichst so wie auf dem Mac abfragen, im Internet surfen, Fahrpläne für die Öffis, Nachschlagewerke und Lexika jeglicher Art am besten ohne das Internet bemühen zu müssen, damit es auch da funktioniert, wo keine diesbzgl. Infrastruktur besteht - also die Freiheit überall. Notizen, Kalender, Kontakte, natürlich alles synchron mit den Daten auf dem Mac zu Hause. Erfassung von Blutdruck Messdaten, und all die Infos aus Büchern, die man immer schon gerne dabei gehabt hätte, aber aus Platzmangel im Bücherregal zu Hause lässt. Dann mal schauen, was es sonst noch so gibt, einfach treiben und inspirieren lassen, neue Ideen bekommen. Erst die kostenlosen Angebote testen und ggf. auf kommerzielle Software ausweichen.

Der AppStore fasst die Progrämmchen in Kategorien wie Buch, Bildung, Spiele, Navigation, Wissen, Produktivität, Dienstprogramme und vieles mehr zusammen.

Also nicht verzagen, rein in die Kategorie. Jede Kategorie listet die 20 gekauften Top-Apps und die 20 kostenlosen Topp-Apps, und auf weiteren zig Seiten die vollständige Liste der Programme in dieser Kategorie. Suchen kann man Programme nach Titel, Hersteller, Kategorie und nach kostenlos.

Was sofort auffällt: ein Großteil der Progrämmchen wird in Englisch und nicht in Deutsch angeboten. Das freut mich einerseits, da es die Auswahl einschränkt und damit die benötigte Such- und Ausprobierzeiten immens verkürzt, enttäuscht mich andererseits, sind doch einige der Programme, die ich suche, eben nur in Englisch verfügbar.

Und dann in der Sport-Kategorie diese ellenlangen Listen von US amerikanischen Baseball oder Football-Ergebnissen/Terminen aus den verschiedensten Städten, oder was immer das sein soll? Wenn Apple auch die und was weiss ich noch alles als Progrämmchen mitzählt, relativiert sich das AppStore-Angebot erheblich.

Obwohl technisch gesehen, das Suchen im AppStore, das Herunterladen der Progrämmchen auf den Mac und das anschließende Installieren dieser auf das iPhone ohne Probleme funktioniert, gestaltet sich die gesamte Aufgabe sehr aufwendig und zeitintensiv: auf interessant erscheinende Progrämmchen-Einträge klicken, Beschreibung durchlesen, entscheiden, ob evtl. bereits Alternativen geladen wurden, und dann nach der Installation das Programm für die eigenen Anforderungen konfigurieren, ausprobieren und bedienen lernen und mit anderen vergleichen. Darüber vergehen leicht mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen.

Im ersten Monat in dem ich ein iPhone mein Eigen nannte, habe ich mehr als 300 Programme ausprobiert.

Und eines gleich vorweg: Es vergehen Tage voller Frust. Denn die Progrämmchen sind meist schrecklich schlecht, fehlerhaft, bedienerunfreundlich unsicher, unsinnig - ganz einfach unproffesionell und auf keinen Fall das, was ich erwartet hätte. Und das obwohl Apple immer noch als Filter zwischen den Herstellern und seinem AppStore fungiert. Ich wage nicht daran zu denken, wie viel mehr Chaos ohne diesen Filter entstehen würde.

Man gelangt schnell zu der Erkenntnis, dass viele der Progrämmchen nicht nur die ersten eines Herstellers für das iPhone sind, sondern die ersten Programme überhaupt, die der Hersteller programmiert hat. Ich fühle mich oft um Jahrzente in der Zeit zurückversetzt und möchte einfach nicht glauben, dass ich ein hochtechnisiertes Meisterwerk wie den iPhone in der Hand halte und dort Progrämmchen - ich möchte sie schon gar nicht mehr als solche bezeichnen - laufen oder eben auch nicht, sondern eher abstürzen, die nicht wissen, dass es keinen 31. April gibt, beim Rückwärtszählen von Wartezeiten beim Erreichen von 0 nicht stoppen sondern im negativen Bereich unendlich weiterzählen, vertrauliche Daten unverschlüsselt über dubiose Kanäle in das Internet weiterleiten, Hersteller offensichtliche Übersetzungs-, und viel schlimmer, Programmfehler auch über mehrere Versionen hinweg nicht korrigieren, Lexika lediglich mit einem Bruchteil der gedruckten Informationen ausgestattet sind, usw. Oft scheinen den Herstellern Basiswissen, Erfahrung bei der Gestaltung von Bedienoberflächen und ganz einfach Funktionsbibliotheken zu fehlen, die bei erfahrenen Profis über Jahre gewachsen wären. Ich komme mir vor, wie in einem Experimentierkasten.

Trotzdem fallen die Rezensionen im AppStore meist positiv aus. Haben hier die Anwender ebensowenig Erfahrung, wie die Hersteller? Sind die Ansprüche so niedrig geworden? Muss das Rad auf jedem neuen Gerät wieder neu erfunden werden? Geht es nur noch um kostenlose Masse anstatt um wertvolle Klasse?

Aber ich habe Geduld und warte, ganz nach dem Motto: Kommt Zeit, kommt Rad. Und wie die Erfahrung zeigt, wird es wohl so sein wie immer: Guter Rad ist teuer.

Aber auch das, was Apple standardmäßig auf dem iPhone mitliefert, lässt teilweise zu wünschen übrig. Das iPod-Programm hat nicht die gleiche Funktionalität, wie ein iPod, sondern weniger. Beispielsweise lässt sich nicht nach Titeln suchen. Update für Firmware 3.0: Endlich gibt es eine ausgereifte Suchfunktion - zumindest verspricht das die Werbung. Leider findet die auch nicht alles, was ich in meinem iPod finden würde, nämlich beliebige Wortbestandteile von Musiktiteln. Suche ich z.B. in meinen importierten Vogelstimmen CDs nach "Adler" im (Song-)Titel, findet das im iPhone integrierte iPod-Programm nichts, obwohl es eine Menge Adler zu hören gäbe, Weißkopfseeadler, Fischadler, Schlangenadler, etc. In meinem iPod Nano werden diese Titel ohne Probleme gefunden. Würden die Titel mit "Adler" anfangen, wären sie auch vom iPhone gefunden worden. Apple, Apple, Apple.
Das Navigationshilfe-Programm Karten basiert, wie auch der große Bruder Google Maps, auf veraltetem Kartenmaterial. Adressen von Krankenhäusern sind teilweise seit über einem Jahr nicht mehr aktuell. Google, Google, Google.
Das Programm Notizen ist zwar ganz nett, was nützt es mir aber, wenn ich die Notizen nicht mit denen auf meinem Mac abgleichen kann - es gibt kein Gegenstück auf dem Mac dafür. Update für Firmware 3.0: Endlich können die Notizen zwischen Mac und iPhone synchronisiert werden. Es macht mich aber stutzig, dass die Notizen auf dem Mac im Mail Programm verwaltet werden, anstatt im Notizzettel Programm. Apple ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Programme wie Rechner, Kamera, Kontakte und Uhr sind nichts Neues, das hatte ich schon auf meinem alten Handy und schon vor Jahren auf dem Palm Handheld. Der Safari Browser ist zwar genial und läuft stabil, aber... Update für Firmware 3.0: Zwar ist Safari noch schneller geworden, in der neuen Version stürzt es aber auf einigen Seiten ständig ab, die mit der Vorgängerversion problemlos öffneten. Toll! Da würde ich liebe die langsame Version ohne Abstürze benutzen. Geht leider nicht.

Sicher, die Optik des iPhones ist nett und auch das Konzept der Bedienung über Fingergesten ist toll gelöst. Aber ist es wirklich nötig, lange an virtuellen Rädchen zu drehen, anstatt beispielsweise eine Uhrzeit oder ein Datum über eine Tastatur wesentlich schneller einzugeben? Hat "nett" und "toll" Vorrang vor schnell und sicher?

Aber natürlich gibt es auch viele tolle und gleichzeitig stabile Programme - das erwartet man ja auch bei solch einer exquisiten Hardware auch dann, wenn die Programme nur einen Euro kosten - und im Großen und Ganzen kann man mit dem iPhone mehr anstellen und das wesentlich einfacher, als mit den Produkten der Mitbewerber. Wahrscheinlich.

Ich werde diese Stelle hier in Zukunft dazu nutzen, meine Erfahrungen mit dem iPhone auch anderen zur Verfügung zu stellen. Meine Meinungen zu den ersten 300 AppStore Downloads - kostenlose und kostenpflichtige - werden hier kurzfristig erscheinen. Ich möchte feststellen, welche Progrämmchen sich als solche bezeichnen dürfen, welche unbedingt zu installieren sind und von welchen man lieber die Finger lassen sollte.

Und ich werde weiter testen, die Spreu vom Weizen trennen und die Ergebnisse hier veröffentlichen. Auch die SmartPhones der Mitbewerber werde ich ausprobieren und sie mit der dafür vorhandenen Software mit dem iPhone vergleichen.

Aber auch auf Grundsätzliches werde ich hier eingehen und Diskussionen darüber entfachen, wie smart Phones tatsächlich sind und ob sie uns selber auch smarter machen. Machen solche Geräte insgesamt überhaupt Sinn? Braucht man denn das, was da an Infos verfügbar gemacht wird überhaupt in dieser Form? Bringt uns das alles wirklich irgendwie weiter? Oder sind das alles nur noch mehr Geräte mit Macken, die in den Bedienungsanleitungen nicht erwähnt werden und deren Erlernen und Verstehen uns eher vom wirklichen Leben abhalten als uns mehr Freiheit zu bringen - und vor allem, Freiheit wofür? Um uns mit noch mehr solcher Geräte beschäftigen zu können? Ist die Freiheit nicht etwas ganz anderes? Würde der Verzicht auf diese Geräte eventuell mehr Freiheit bringen?

In diesem Sinne - bis bald.


150.000 Apps und kein Ende in Sicht

Boah ej! Mehr als 150.000 Apps. Da komme ich mit dem Testen nicht mehr hinterher. Ständig werden neue Apps veröffentlicht und andere erhalten Updates. Und die Qualität? Naja, es wird besser, aber die anfängliche Euphorie über das iPhone hat sich noch nicht wieder eingestellt, leider. So gut wie alle Apps, ob kostenlos oder kostenpflichtig, sind – sagen wir es so – ernüchternt.
Zunächst günstig erscheinende Apps werden mit Features beworben, die mit zusätzlichen Kosten hinzugekauft werden müssen. Also Vorsicht bei der Kaufentscheidung. Andere Apps verbrauchen so viel Strom, dass ein sinnvoller Einsatz mit dem iPhone nicht möglich ist. Was soll man also mit einer Navigationslösung, die nach 3 bis 4 Stunden ohne sonstige Aktivitäten wie Telefonieren, den Akku leergesaugt hat. Wenn ich damit in der Wildnis unterwegs bin, komme ich nicht weit. Bei einem richtigen Outdoor GPS wechsele ich einfach den Akku und weiter geht´s – und solch ein Gerät läuft mit einer Akku-Ladung wesentlich länger. Also wenn überhaupt, ist solch ein iPhone Navi nur im Auto mit entsprechender Stromversorgung einsetzbar. Ausserdem ist sämtliches Kartenmaterial zumindest der Lowcost Fußgänger-, Radfahrer- oder Wanderer-Navi-Apps viel zu ungenau, um auf klassische Karten verzichten zu können, 1:100.000 oder 1:200.000 ist zum Wandern in unbewohntem Gelände nicht ausreichend, aber nur da bräuchte man wirklich ein Navi.
Andere Apps wiederum scheitern an der Einschränkung des iPhones, dass immer nur eines der hinzugekauften Programme aktiv sein kann. Benutze ich also mein iPhone als Navi im Auto und es kommt ein Anruf rein, stoppt das Navi-App und gibt mir keinerlei weitere Anweisungen oder Verkehrsinfos, so lange ich telefoniere. Bei einem eigenständigen Navi gibts diese Einschränkung bekanntermaßen nicht.
Und dann all diese Fake-Apps, die sich Lite nennen, aber eigentlich gar nichts können. Das sind keine Lite-Programme mit eingeschränkter Funktionalität, sondern Demos mit so gut wie keiner Funktionalität. Immerhin sind sie wenigstens kostenlos, so wie die Vogel-, Schmetterlings-, Pilze- und sonstigen Naturführer, die oft nur mit 5 Beispielen Geschmack entweder auf die Vollversion machen oder zum Kauf der klassischen Papier gebundenen Originalausgaben überreden wollen. Wobei Letzteres durchaus eine Alternative wäre. Denn keines der für das iPhone bisher verfügbaren Naturführer-Apps ist auch nur annähernd so umfangreich wie entsprechend gute, herkömmlich gedruckte Bestimmungsliteratur. Ausnahmen bilden eventuell einige englischsprachige Ausgaben von field guides für den nordamerikanischen Naturraum (die habe ich aber noch nicht ausprobiert, da sie recht teuer sind).
Doch immerhin, im Laufe der Monate sind die von mir installierten Apps immer umfangreicher und stabiler geworden und die Auswahl an Alternativen scheint schier unerschöpflich. Aber Vorsicht ist weiterhin geboten: Manche Apps haben unaufgefordert nach meiner Meinung gefragt, wie ich denn das App benoten würde. Ich MUSSTE antworten, damit ich es weiter benutzen konnte. Wird diese Antwort ohne meine Einwilligung übers Internet an den Entwickler gesendet? Welche Daten werden dann noch mitgesendet - mein Name, Telefonnummer, Adressenliste, Fotos? Ist das Spyware? Wo bleibt da der Datenschutz und die Privatsphäre? Nein Danke, das ist wirklich zu viel: Solche Apps werden, auch wenn ich dafür bezahlt habe, sofort wieder gelöscht! Hallo Apple: Ich brauche eine Firewall im iPhone oder zumindest eine Möglichkeit, den Zugriff auf E-Mails und Adressenliste nur bestimmten Programmen zu erlauben!!
Aber trotz allem: Es gibt auch viel Gutes. Selbst wenn ich mit dem bisher Geschriebenen den Anschein erwecke, dass alles Angebotene Schrott ist, benutze ich doch viele der Apps gerne, denn ich weiß, sie werden besser. Sogar einige kostenlose Apps sind wirklich klasse gemacht. Und wenn man etwas mehr Geld in einzelne Apps investiert und sich darüber im Klaren ist, dass das was man bisher in gedruckter Form erstanden hat ja auch nicht kostenlos war und gute Dinge eben ihren Preis haben, dann bekommt man nützliche Werkzeuge, die das iPhone tatsächlich schon in eine kleine Bibliothek für Überall verwandeln können. Und zusätzlich kann man mit dieser privaten Bibliothek auch noch spielen, Kontakt zu Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern halten, Musik hören, Notizen und Fotos machen, sich nicht mehr verlaufen oder verfahren – und wer weiß, was noch alles kommt. Ich bin jedenfalls gespannt.

Was ich so über die bisher benutzten Apps in Erfahrung bringen konnten, habe ich hier zusammengestellt.

100 iPhone Apps im Test

Der Test